Interview mit Andreas Isler und Nina Tosi
In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Welt stark verändert. Uns als Bank ist es gelungen, in Zeiten von zunehmender Unsicherheit und Verunsicherung, ein solider und verlässlicher Partner für unsere Kundinnen und Kunden zu sein. Veranschaulichen lässt sich dies an der sehr positiven Entwicklung unserer eigenen Vermögensverwaltung. Dank einem klaren und transparenten Ansatz haben wir eine überdurchschnittliche Performance erreicht und damit vielen Kundinnen und Kunden ein wichtiges Puzzlestück beim Aufbau der eignen finanziellen Gesundheit mit auf den Weg gegeben.
Weiter hat die Bedeutung und Nutzung von Daten ganz neue Dimensionen erreicht, in dem mehr Informationen erfragt und für die Dokumentation und die Analyse verwendet werden.

Die Schaffhauser Kantonalbank ist in der Region eine hervorragend positionierte Bank. Die unkomplizierte Zusammenarbeit innerhalb der Bank und die kurzen Wege entsprechen meinem Verständnis von moderner Kundenorientierung: rasch reagieren, pragmatische Lösungen finden und nahe bei den Menschen sein.
In meinem bisherigen Berufsleben stand stets die Kundschaft im Mittelpunkt – persönliche Beratung und individuelle Betreuung sind für mich zentral. Gerade in Zeiten des digitalen Wandels und mit dem zunehmenden Einsatz der künstlichen Intelligenz reizt mich die Aufgabe sehr, weiterhin sicherzustellen, dass bei der Schaffhauser Kantonalbank der Mensch im Zentrum steht.
Mir ist wichtig, aktiv auf unsere Kundinnen und Kunden zuzugehen und zu zeigen, dass unsere Bank in allen Lebenssituationen eine verlässliche und kompetente Begleiterin ist.
Banking basiert auf Vertrauen. Wie entsteht Vertrauen? Indem man Menschen zuhört, sie versteht und mit ihnen eine Lösung sucht resp. gemeinsam realisiert. Dabei sollen Kundinnen und Kunden wo immer möglich eine Wahl haben und ihre Bedürfnisse ins Zentrum stellen können, das beginnt bereits beim Kommunikationskanal: Wie wünsche ich als Kundin oder Kunde mit der Bank in Kontakt zu treten? Von Mensch zu Mensch oder via technologisches Hilfsmittel?Nina Tosi, Sie bringen langjährige Beratungserfahrung und einen klaren Blick für neue Technologien mit – wie bringen Sie beides zusammen?
Technologie ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Entscheidend ist jedoch der bewusste und verantwortungsvolle Einsatz. Technologie soll die Menschen unterstützen, die Arbeit erleichtern oder effizienter gestalten.
In der Beratung bedeutet das, weiterhin persönlich im Gespräch auf die Bedürfnisse, Anliegen und Wünsche des Gegenübers einzugehen und mit technologischer Unterstützung die Beratung für beide Seiten einfacher und verständlicher darzustellen und zu dokumentieren. Als Beratende ist es wichtig fundiert, ausgebildet und stets flexibel zu sein, um den unterschiedlichen Erwartungen der Kundschaft mit Leichtigkeit begegnen zu können.
Ob eine digitale Beratung, ein persönliches Gespräch vor Ort, Unterlagen direkt am Bildschirm aufzeigen oder im Anschluss als PDF oder in Papierform zustellen – wir möchten alle Varianten ermöglichen und damit unser Gegenüber dort abholen, wo es dies wünscht. Wir sind in der Lage, dem technologischen Wandel und der damit verbundenen Veränderung positiv zu begegnen und unsere Kundschaft auf diesem Weg mitzunehmen.
Wenn jemand im privaten Umfeld keine Unterstützung bei digitalen Bankgeschäften hat, dann helfen wir. Bankgeschäfte sind mit uns einfach. Wir sind für unsere Kundinnen und Kunden da – persönlich wie digital.
Es geht mehr darum, WIE wir etwas erreicht haben und nicht WAS wir erreicht haben. Zusammen mit einer sehr motivierten Mannschaft haben wir die Kunden-Bedürfnisse – besonders: Wie erreiche ich als Kundin oder Kunde meine persönliche, finanzielle Gesundheit? ¬– immer wieder gehört und verstanden. So konnten wir zusammen mit unseren Kundinnen und Kunden Lösungen erarbeiten und umsetzen. Dabei kam uns zugute, dass wir alle Spezialistinnen und Spezialisten aus einer Hand, sprich unter ein und demselben SHKB-Dach, zur Verfügung hatten.
Last but not least: Unsere Bank hat viele Gesichter, die tagtäglich in unserem Marktgebiet wiedererkannt werden. Das macht uns nahbar und schafft Vertrauen, die Basis in unserem Geschäft.
Es ist für mich ein Privileg – und das meine ich wirklich genauso –, weiterhin in der Region Schaffhausen arbeiten und wirken zu dürfen. Gerade im Beruf der Kundenberatenden spielen stabile Beziehungen und Vertrauen eine tragende Rolle. Wenn ich am Wochenende in der Nachbarschaft oder unter der Woche beim Einkaufen angesprochen werde, empfinde ich das als Ausdruck von Vertrauen und Nähe – und als grosse Wertschätzung.
Diese Nähe hilft mir, besser zu verstehen, was die Menschen in ihrem Alltag und insbesondere im Zusammenhang mit finanziellen Anliegen bewegt. Diese Eindrücke fliessen in meine tägliche Arbeit ein. So bleiben unsere Angebote nah an den Lebensrealitäten der Menschen in unserer Region.

Andreas Isler war zehn Jahre lang Mitglied der Geschäftsleitung der Schaffhauser Kantonalbank. In dieser Funktion leitete er den Bereich Private Kunden und trieb zahlreiche Projekte zur Optimierung der Kundenprozesse, zum Aufbau der digitalen Angebote und zur Stärkung der Beraterbank voran. Mit seinem grossen Engagement prägte er die zukunftsgerichtete Weiterentwicklung des Privatkundengeschäfts. Per Ende 2026 tritt er in den verdienten frühzeitigen Ruhestand – die Leitung übergibt er bereits vorab an seine Nachfolgerin.
Nina Tosi leitet seit dem 1. Juni 2026 den Bereich Private Kunden der Schaffhauser Kantonalbank. Das neue Geschäftsleitungsmitglied blickt auf über 20 Jahre Erfahrung in der Finanzbranche zurück und führte dabei diverse Unternehmenseinheiten – zuletzt den Standort Stein am Rhein der Schaffhauser Kantonalbank. Mit ihrem grossen Erfahrungsschatz im Privatkundengeschäft wird sie die Weiterentwicklung der persönlichen Beratung massgeblich mitprägen.